Giftpflanzen gehören nicht auf Kinderspielplätze.
Das sagt schon der Hausverstand. Natürlich macht die Dosis das Gift. Hier eine Zusammenfassung, welche Pflanzen welche Giftwirkung haben und von Spielplätzen verbannt werden sollten.
Schon in Mittelalter hat der Arzt Paracelsus erkannt, dass Heilpflanzen auch giftig sein können. Der Satz „Allein die Dosis macht ein Gift“ stammt aus seinem Mund. Ob und wie stark eine bestimmte Wirkstoffdosis bei einem Menschen als Gift wirkt, hängt von seinem Alter, seiner Konstitution und seinem Gesundheitszustand ab. Daraus kann man ableiten, dass Kleinkinder und Heranwachsende anders auf heilende bzw. giftige Wirkungen von Pflanzen reagieren als Erwachsene. Daher sollte man gerade bei Kinderspielplätzen darauf achten, Pflanzen mit leichter Giftigkeit oder allergieauslösender Wirkung nicht in unmittelbarer Reichweite von Schaukel, Rutsche, Sandkiste und Co. zu setzen. Bei Rundgängen im Zuge von Pflegearbeiten um diese kindergerechten Freizeitplätze sollte immer die Aufmerksamkeit auf die Entfernung solcher Pflanzen gelegt werden. Wobei die Organe einer Pflanze verschiedene Wirkstoffe bzw. Wirkstoffmengen enthalten können, das heißt Wurzel, Stängel, Blätter, Blüten oder Früchte haben unterschiedlichen Giftigkeits- oder Allergenegrade.
Spielplatzverbot
Bei vier Gehölzen sind sich die Gelehrten einig, dass sie auf keinen Fall in die Nähe von Kinderspielplätzen gehören. Dabei handelt es sich um alle Seidelbast-Arten (Daphne), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Stechpalme (Ilex aquifolium) und Goldregen (Laburnum anagyroides).
1 Herakulesstaude, Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)
2 Heracleum Jugendstadium
3 Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
4 Aconitum Jugendstadium
5 Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
6 Digitalis Jugendstadium
7 Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)
8 Ambrosia Jugendstadium
9 Aronstab gefleckter (Arum maculatum)
10 Arum Jugendstadium
11 Blüte
12 Stechapfel (Datura stramonium)
13 Datura Fruchtstand
14 Datura Jugendstadium
Ob es jedoch aus pädagogischen und ökologischen Aspekten sinnvoll ist, alle „gefährlichen Pflanzen“ aus diesem kindlichen Umfeld auszuschließen, das heißt auch bereits gepflanzte „giftige“ Sträucher und Bäume von öffentlichen Spielplätzen zu entfernen, sei dahingestellt. Ein gewisser Lerneffekt könnte dabei verloren gehen.
Wer zum Beispiel einmal mit Brennesseln (Urtica) Kontakt hatte, merkt sich die juckenden Folgen ein Leben lang. Genauso wie von Wildrosen, Schlehdorn oder Berberitzen gestochen zu werden. Diese Erfahrungen sollten wir unseren Kindern nicht verwehren.
Allerdings haben folgende, wild aufgekeimte Stauden oder Zwiebelpflanzen keine Berechtigung auf und neben Spielflächen zu wachsen und sollten entfernt werden.
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Deutscher Name |
Botanischer Name |
Toxizität |
vorwiegend giftige Pflanzenteile |
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Aronstab gefleckter |
Arum maculatum |
** |
Wurzelstock, Beeren, Blätter |
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Eisenhut blauer u.a. |
Aconitum napellus |
*** |
alle Pflanzenteile |
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Fingerhut roter u.a. |
Digitalis purpurea u.a. |
** |
Blätter, Blüten, Samen |
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Fingerhut, wolliger |
Digitalis lanata |
** |
Blätter, Blüten, Samen |
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Herbstzeitlose, Wiesensafran |
Colchicum autumnale |
*** |
Samen, Knolle |
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Maiglöckchen |
Convallaria majalis |
** |
Blüten, Blätter, Beeren |
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Nachtschattengewächse |
Solanaceae |
** |
unreife Beere, Pflanze vor Blüte |
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Narzissen |
Narcissus |
** |
Zwiebel |
|
Narzissen |
Narcissus |
Allergen |
Milchsaft |
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Primel, Schlüsselblume |
Primula obconica u.a. |
Allergen |
Blattbehaarung |
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Traubenkraut beifußblättrig |
Ambrosia artemisiifolia |
Allergen |
Blätter, Pollen |
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Stechapfel |
Datura stramonium |
*** |
Blätter, Samen |
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Wiesen-, Riesen-Bärenklau |
Heracleum sphondylium |
** |
Blätter und Pflanzensaft |
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Wolfsmilch-Arten |
Euphorbia spec. |
** |
Milchsaft |
* * * = Die Aufnahme geringer Mengen kann zu schweren bis tödlichen Vergiftungen führen
* * = Die Aufnahme geringer Mengen kann zu mittelschweren Vergiftungen führen
Allergen = Haut- und Schleimhautreizungen
Referenz: https://www.galabau-verband.at/index.php/achtung-giftig