Tipps zum richtigen Rasen mähen

Aus gegebenen Anlass möchte ich hier ein paar Tipps zum richtigen Rasenmähen geben, laut HV soll ja eine Firma 2x im Jahr den Rasen mähen – das ist einfach zu wenig, offenbar haben die dort keine Ahnung wie schnell Gras wächst oder wie man einen Rasen richtig pfegt, daher hier ein paar Tipps, ich mache die öffentlich. Vielleicht liest das ja auch wer von der HV 🙂

Für einen saftig grünen Rasen ist richtiges Mähen das A und O. Wie oft sollte man seinen Rasen mähen, wann ist der richtige Zeitpunkt und wie kurz darf das Gras geschnitten werden? Wer beim Rasenmähen Fehler macht, riskiert, dass braune Stellen entstehen und Unkraut sich breit macht – besonders an heißen Tagen kommt es auf die Schnittlänge an. Wer Fehler macht, riskiert Kahlstellen, Klee und Moos.

Diese fünf Fehler sollten Sie beim Rasenmähen vermeiden:

  • Fehler 1: Falscher Zeitpunkt für den ersten Schnitt
    Im April sollte der Rasen zum ersten Mal im Jahr gemäht werden. „Denn jetzt sind die Halme hoch genug“. Wichtig, damit der Rasen schön nachwächst und dicht wird: Am Anfang der Mähsaison darf der Rasen nicht kürzer als fünf Zentimeter geschnitten werden. Das heißt, sie müssen den Rasenmäher auf die höchste Schnitthöhe einstellen. Nach vier bis sechs Wochen sollten Sie das Gras kürzer mähen.
  • Fehler 2: Das Gras zu hoch wachsen lassen
    Je höher der Rasen beim Mähen ist, desto schneller stirbt er ab. Der Gartenexperte weiß warum: „Lange Graspflanzen sind nur oben grün und gesund, unten befindet sich der kranke braune Teil“. Wird hoher Rasen jetzt abgemäht, bleiben nur die braunen Halme übrig. Die Folge: Die grüne Fläche bekommt Lücken, verliert an Trittfestigkeit und Unkraut und Moos können sich leichter ausbreiten. Am besten ist es, den Rasen wie am Anfang der Saison nach und nach kürzer zu mähen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist regelmäßiges Rasenmähen wichtig. Sie sollten spätestens alle zwei, besser noch jede Woche mähen.
  • Fehler 3: Zu kurz schneiden
    Wer nur selten mäht, mäht meistens radikal, schneidet das Gras also zu kurz. „Durch den plötzlichen und starken Laubverlust werden die feinen Gräser in ihrem Wachstum eingeschränkt“, sagt der Gartenexperte. Wird zu kurz geschnitten, könnte der Rasen sogar absterben! Entscheidend ist deshalb die richtige Schnitthöhe. Diese beträgt für einen Nutzrasen drei bis fünf Zentimeter, für einen Zierrasen zwei bis vier Zentimeter.
  • Fehler 4: Nasses Gras mähen
    Nur im Notfall sollte man bei Nässe mähen. „Nasses Gras wird vom Rasenmäher nicht richtig erfasst und deshalb unregelmäßig abgeschnitten“. Die unschöne Folge: Der Rasen wird unterschiedlich hoch.
  • Fehler 5: Gras liegen lassen
    Wer die abgeschnittenen Grashalme nach dem Mähen nicht entfernt, erstickt den Rasen – zumindest wenn die Halme lang sind. „Die Grasreste rauben dem stehen gebliebenen Rasen Sauerstoff, den er zum wachsen braucht“. Auf der Rasenfläche zeigt sich das mit braunen und kahlen Stellen. Am besten ist es, die Halme zusammenzurechen oder beim Mähen einen Auffangkorb zu benutzen. Die Ausnahme: Wer mit einem Mulchräsenmäher mäht, kann das Gras liegen lassen. Denn der Mäher zerkleinert die Halme so, dass sie den Rasen nicht ersticken.

Für einen gesunden Rasen ist regelmäßiges Mähen wichtig. Wie oft gemäht wird, hängt vom Wetter und dem Graswachstum ab. Ein gesunder Rasen braucht im Frühsommer meist wöchentlich einen Schnitt. Wer das Gras zu lange wachsen lässt, muss anschließend braune Stellen in Kauf nehmen.

Bei langen Halmen wird beim Mähen der grüne obere Teil abgeschnitten und es bleibt nur der trockene untere Bereich stehen. Beim Einstellen der Schnitthöhe darf man sich allerdings nicht von den Angaben auf dem Rasenmäher irritieren lassen. Bei manchen Modellen sind nicht die Zentimeter sondern lediglich Stufen regelbar. Wer nicht sicher ist, sollte in einer schattigen Ecke testen und nachmessen.

Rasen nicht zu kurz mähen

Auch ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – besonders in Trockenzeiten. Um den Rasen grundsätzlich besser vor dem Austrocknen zu schützen, sollte er nicht zu kurz geschnitten werden, wenn es länger nicht geregnet hat.

Wenn das Gras auf zwei Zentimeter oder weniger zurückgeschnitten wird, können die dabei freigelegten Wurzeln leiden. Außerdem verbrennt ein sehr kurz geschnittener Rasen bei starker Sonneneinstrahlung leicht und wird braun. Der plötzliche Kahlschnitt beeinträchtigt das Wachstum der sensiblen Gräser oder lässt sie sogar ganz absterben.

So kurz darf man den Rasen mähen

In den dabei entstehenden Kahlstellen siedelt sich dann vermehrt Unkraut wie Hornklee an. Im Gegensatz zum Gras verbrennt er nicht bei viel Licht, sondern gedeiht besonders gut. Generell sind etwa vier Zentimeter eine gute Schnittlänge. Spätestens, wenn die Halme doppelt so lang sind, sollte man zum Rasenmäher greifen. Demnach ist es bei einer Grashöhe zwischen sieben und zehn Zentimetern Zeit zu mähen. Bei Grünflächen, die im Schatten liegen darf man das Gras etwa einen Zentimeter länger lassen, damit die Halme genügend Sonne bekommen.

Wer häufiger mäht oder einen Mulchrasenmäher verwendet, kann sich den Fangkorb sparen und die gemähten Grasspitzen einfach liegen lassen. Laut Johannes Treiling, Gartenberater beim Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen, verbessert der Grasschnitt sogar die Humusbilanz und fördert die Krümelstruktur des Bodens. Das funktioniert aber nur bei kurzen Grasschnipseln. Man muss also häufiger mähen.  Auch im Beet kann das Schnittgut bei Hitze noch wertvolle Dienste leisten – als Mulch. Wenn man das Schnittgut auf der Erde verteilt, verhindert man, dass das Gießwasser auf den freien Flecken der Erde zu schnell verdunstet.

Lange Grashalme nicht liegen lassen

Längere abgeschnittene Grashalme müssen nach dem Mähen unbedingt entfernt werden. Sonst erstickt der Rasen. „Die Grasreste rauben dem stehen gebliebenen Rasen Sauerstoff, den er zum Wachsen braucht“. Am besten ist es, die Halme zusammen zu rechen oder beim Mähen einen Auffangkorb zu benutzen.

Bei Nässe sollte man besser nicht mähen. „Nasses Gras wird vom Rasenmäher nicht richtig erfasst und deshalb unregelmäßig abgeschnitten“, weiß Wagner. Der Rasen wird unterschiedlich hoch. Außerdem lässt sich der Rasenmäher bei nassem Gras schlechter reinigen. Auch bei großer Hitze mit Temperaturen über 30 Grad ist Rasenmähen nicht zu empfehlen. Der Boden trocknet zu schnell aus. Als guter Zeitpunkt zum Mähen bietet sich der späte Nachmittag an. Vormittags ist das Gras meist noch zu feucht, mittags würden die abgeschnittenen Halme zu leicht verbrennen.

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